Warum Wunden und Schürfwunden nach dem 45. Lebensjahr langsamer heilen

Mit zunehmendem Alter stellen viele Menschen fest, dass selbst ein kleiner Kratzer, der in jungen Jahren innerhalb weniger Tage verschwunden war, jetzt wochenlang auf der Haut verbleibt. Dies ist nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern ein natürlicher biologischer Prozess. Nach dem 45. Lebensjahr Geweberegeneration wird aufgrund eines Komplexes interner Veränderungen, die alle Schichten der Epidermis und Dermis betreffen, verlangsamt.

Der Hauptgrund ist eine Verringerung der Geschwindigkeit Zellerneuerung. Während der Zellzyklus der Haut in jungen Jahren etwa 28 Tage dauert, kann sich dieser Zeitraum nach dem 45. Lebensjahr auf 45-60 Tage verlängern. Junge Zellen haben einfach nicht die Zeit, geschädigte Bereiche rechtzeitig zu ersetzen, wodurch sich der Heilungsprozess in die Länge zieht.

Biologische Schlüsselfaktoren für die Verzögerung

  • Verringerung des Kollagen- und Elastinspiegels. Diese Proteine bilden das Gerüst der Haut. Im Laufe der Jahre nimmt ihre Synthese ab und ihre Struktur wird weniger dicht, was es schwierig macht, die Wundränder zu „straffen“.

  • Hormonelle Umstrukturierung. Der Rückgang des Östrogenspiegels wirkt sich direkt auf die Hydratation der Haut und ihre Schutzbarriere aus und macht das Gewebe brüchiger und anfälliger für Verletzungen.

  • Verschlechterung der Mikrozirkulation. Die Blutzufuhr zur Haut wird weniger intensiv. Das Blut liefert weniger Sauerstoff und Nährstoffe, die für eine schnelle Zellteilung benötigt werden, an den Ort der Verletzung.

  • Ausdünnung der Schutzbarriere. Der Hydrolipidmantel wird weniger wirksam, wodurch die Haut schneller Feuchtigkeit verliert und Entzündungen langsamer bekämpft.

Auch der allgemeine Zustand des Körpers spielt eine wichtige Rolle. Die Geschwindigkeit der Heilung wird durch angesammelte Vitaminmängel beeinträchtigt, insbesondere durch Vitamin C und Zinksowie das Vorhandensein von chronischen Prozessen. Die Haut ist ein Spiegel des Stoffwechsels, und jede Verzögerung im Stoffwechsel wirkt sich unmittelbar auf die Fähigkeit des Gewebes aus, sich selbst zu reparieren.

Um die Haut in dieser Zeit zu unterstützen, ist es wichtig, auf eine hochwertige Ernährung und äußere Pflege zu achten. Die Verwendung von Produkten mit Retinol, Peptiden und Antioxidantien hilft, die Funktion der Fibroblasten zu stimulieren. Richtige Trinkgewohnheiten und UV-Schutz schaffen ebenfalls ein günstiges Umfeld, damit die natürlichen Reparaturmechanismen so effizient wie möglich arbeiten können.

Die physiologische Verlangsamung der Reparaturprozesse ist ein natürlicher Entwicklungsschritt des Körpers, der ein sorgfältigeres und aufmerksameres Verhalten gegenüber dem Zustand der Haut erfordert.

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