Warum Sodbrennen ab dem 50. Lebensjahr zum ständigen Begleiter wird

Mit zunehmendem Alter stellen viele Menschen fest, dass vertraute Speisen ein unangenehmes Brennen hinter dem Brustbein verursachen. Dies ist kein Zufall, sondern eine Folge der natürlichen physiologischen Veränderungendie im Körper nach dem 50. Lebensjahr auftreten. Das Verständnis dieser Mechanismen hilft, den Lebensstil rechtzeitig anzupassen und ernsthafte Komplikationen des Verdauungssystems zu vermeiden.

Der Hauptgrund liegt in der Arbeit Unterer Ösophagussphinkter. Dieses muskuläre Ventil wirkt wie eine Klappe, die den Mageninhalt zurückhält. Mit der Zeit nimmt der Tonus der glatten Muskulatur ab, und die Klappe beginnt, weniger dicht zu schließen. Infolgedessen Magensaftwird salzsäurehaltiger Magensaft in die Speiseröhre zurückgedrückt, was zu einer Reizung der Speiseröhrenschleimhaut führt.

Es gibt mehrere Faktoren, die dieses Problem im Erwachsenenalter verschlimmern:

  • Langsame Peristaltik. Der Prozess der Bewegung der Nahrung durch den Verdauungstrakt wird weniger intensiv, wodurch die Nahrung länger im Magen verweilt.

  • Veränderungen in der Speichelzusammensetzung. Im Laufe der Jahre kann die Speichelproduktion abnehmen. Speichel ist der natürliche Neutralisator der in die Speiseröhre gelangenden Säure.

  • Einnahme von Medikamenten. Nach dem 50. Lebensjahr nehmen Menschen häufiger Blutdruckmedikamente, nichtsteroidale Entzündungshemmer oder knochenstärkende Medikamente ein, die den Schließmuskel schwächen oder die Schleimhaut direkt reizen können.

  • Übergewicht. Die Ansammlung von Fettgewebe im Bauchbereich schafft eine zusätzliche intra-abdominalen Druckder die Säure buchstäblich nach oben drückt.

  • Zwerchfellbruch (Hernie). Diese Erkrankung, bei der ein Teil des Magens in die Brusthöhle verlagert wird, tritt viel häufiger bei älteren Menschen auf und ist eine klassische Ursache für chronisches Sodbrennen.

Außerdem wird die Schleimhaut der Speiseröhre mit zunehmendem Alter empfindlicher und dünner. Schon eine kleine Menge Säure verursacht stärkere Beschwerden als in jungen Jahren. Dieses Phänomen wird oft als „altersbedingter Reflux“ bezeichnet, der eine sorgfältige Beachtung der Ernährung und der Essgewohnheiten erfordert.

Es ist wichtig zu erkennen, dass sich hinter der Maske des Sodbrennens in diesem Alter andere Probleme verbergen können, darunter auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Regelmäßige Nachsorge durch einen Facharzt und die Überwachung des Magen-Darm-Trakts können dazu beitragen, eine hohe Lebensqualität zu erhalten und eine Schädigung des Speiseröhrengewebes zu vermeiden. Die Wahl der richtigen Lebensmittel und die Vermeidung von Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen verringern das Risiko unangenehmer Symptome erheblich.

Eine rechtzeitige Korrektur der Gewohnheiten trägt dazu bei, die aggressive Wirkung der Säure auf den Körper zu minimieren.

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