Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper erheblich, und auch das Zahn-Kiefer-System bildet da keine Ausnahme. Viele Menschen stellen fest, dass nach dem fünfzigsten Lebensjahr die Zahl der Zahnarztbesuche steigt und die Probleme ernster werden. Dies ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Komplexes physiologischer Faktoren, die die Festigkeit des Zahnschmelzes und die Gesundheit des Zahnfleisches beeinträchtigen.
Natürliche Abnutzung und Mikrorisse
Über Jahrzehnte hinweg im Einsatz Zahnschmelz wird allmählich dünner. Auch bei bester Pflege kommt es zu mechanischem Abrieb. Mit der Zeit wird die Oberfläche Mikrorissedie zu Eintrittspforten für Bakterien werden. Wenn die Schmelzschicht dünner wird, erreichen die Erreger das Dentin schneller, was zu einer raschen Kariesentwicklung führt.
Gingivarezession und freiliegende Zahnhälse
Eine der Hauptursachen für Probleme im Erwachsenenalter ist Folgendes Zahnfleischrückgang. Das parodontale Gewebe schwindet mit der Zeit und legt die Zahnhälse und -wurzeln frei. Anders als die Zahnkrone sind die Wurzeln nicht durch einen starken Zahnschmelz geschützt und daher viel anfälliger für Säuren und Zucker. Dies führt zu dem, was man als Zahnkariesdie sich viel schneller entwickelt als normale Karies.
Verminderter Speichelfluss
Der Speichel spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz des Mundes: Er neutralisiert Säuren und sättigt den Zahnschmelz mit Mineralien. Nach dem 55. Lebensjahr erleben viele Menschen Xerostomie oder chronische Mundtrockenheit. Sie ist oft verbunden mit:
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Einnahme von Medikamenten gegen Blutdruck oder Diabetes.
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Altersbedingte Veränderungen der Speicheldrüsenfunktion.
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Ein allgemeiner Rückgang des Wasserhaushalts des Körpers.
Ohne ausreichenden Speichel werden die Selbstreinigungsprozesse verlangsamt, was einen idealen Nährboden für die Mikroflora schafft.
Veränderungen des Mineralstoffwechsels
Mit dem Alter nimmt die Assimilation Kalzium und Phosphor verschlechtern sich. Hormonelle Veränderungen, insbesondere bei Frauen in den Wechseljahren, wirken sich direkt auf die Knochendichte aus. Da die Zähne durch die Alveolarfortsätze im Kiefer gehalten werden, kann eine Abnahme ihrer Dichte zu Zahnbeweglichkeit und Entzündungen im Kiefer führen. Zahnhalteapparat.
Die kumulative Wirkung von alten Restaurationen
Viele Füllungen und Kronen, die vor 10-15 Jahren eingesetzt wurden, haben in diesem Alter das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Ältere Materialien können sich unter Sekundärkariesdie lange Zeit unsichtbar bleibt. Eine Verletzung der Versiegelung der Konstruktionen führt dazu, dass die Zerstörung des Zahns von innen her erfolgt und erst im Stadium starker Schmerzen sichtbar wird.
Die Aufrechterhaltung der Mundgesundheit während dieser Zeit erfordert eine Umstellung der üblichen Ernährung und die Wahl milderer Hygieneprodukte, um den empfindlichen Zahnschmelz zu schützen. Ein systematischer Ansatz zur Behandlung chronischer Krankheiten kann den altersbedingten Abbau des Zahngewebes deutlich verlangsamen.

