Nach dem sechzigsten Lebensjahr tritt das menschliche Gehirn in eine Phase ein, in der die gesammelten Erfahrungen und kognitive Reserve sind die wichtigsten Instrumente zur Erhaltung einer hohen Lebensqualität. Zur Erhaltung neuronale Verbindungen und der altersbedingten Verlangsamung der Reaktionen vorzubeugen, ist es notwendig, einige wissenschaftlich belegte Gewohnheiten in den Tagesablauf einzuführen. Der Körper reagiert in dieser Zeit besonders empfindlich auf den Lebensstil, so dass ein systematischer Ansatz die besten Ergebnisse bringt.
Körperliche Aktivität und Ernährung für das Gehirn
Die Aufrechterhaltung der geistigen Klarheit hängt direkt vom Zustand der Blutgefäße und der Blutversorgung des Gehirns ab. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft, Schwimmen oder Yogastunden tragen zur Sauerstoffversorgung der Zellen bei. Eine Ernährung, die reich an Antioxidantien und gesunde Fette.
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Fette Meeresfische mit Omega-3 Fettsäuren, trägt zur Erhaltung der Struktur der neuronalen Membranen bei.
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Grünes Blattgemüse und Beeren schützen die Zellen vor oxidativem Stress.
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Vollkornprodukte sorgen für einen stabilen Glukosespiegel, der für die Gehirnfunktion erforderlich ist.
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Nüsse und Samen sind eine Quelle für Vitamin E, das für die Vorbeugung von kognitiven Beeinträchtigungen wichtig ist.
Kontinuierliches Lernen und soziale Kontakte
Das Gehirn bleibt in jedem Alter formbar, wenn es vor neue Herausforderungen gestellt wird. Passive Entspannung vor dem Fernseher bietet nicht die notwendige Übung, während das Gehirn in jedem Alter formbar bleibt. Erlernen neuer Fähigkeiten schafft neue synaptische Verbindungen. Das Lesen komplexer Literatur, das Erlernen von Fremdsprachen oder auch die Beherrschung moderner Technologien wirken wie eine Art Simulator.
Die Kommunikation mit anderen spielt eine ebenso wichtige Rolle. Soziale Isolation ist oft ein Faktor, der den Abbau der Gehirnfunktion beschleunigt. Regelmäßige Gespräche, die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen und gesellschaftliches Engagement können dazu beitragen, die Sprachfunktionen und emotionaler Tonfall.
Schlafhygiene und Stressbewältigung
Qualitativ hochwertiger Schlaf ist für das Gehirn unerlässlich, um sich von Stoffwechselabfallprodukten zu „reinigen“, die sich im Laufe des Tages ansammeln. Im Erwachsenenalter sind die Schlafmuster oft gestört, was sich negativ auf das Gehirn auswirkt. Konzentration der Aufmerksamkeit. Die Schaffung angenehmer Ruhebedingungen und der Verzicht auf den Gebrauch von Geräten vor dem Schlafengehen tragen dazu bei, die geistige Frische zu erhalten.
Auch die Kontrolle des Stressniveaus ist entscheidend. Eine anhaltende Cortisolbelastung zerstört die Zellen im Hippocampus, dem für das Gedächtnis zuständigen Bereich des Gehirns. Meditation, Atemübungen und die Fähigkeit, sich auch an kleinen Dingen zu erfreuen, schaffen eine solide Grundlage für ein langes und aktives geistiges Leben.
Ein klarer Geist im Alter ist das Ergebnis von Achtsamkeit gegenüber den biologischen Bedürfnissen des Körpers und ständiger geistiger Beschäftigung.

