Viele Menschen stellen fest, dass sich nach dem Überschreiten der Fünfzig-Jahres-Marke die Nacht in eine Reihe von kurzen Aufwachphasen verwandelt. Früher konnte man „ohne Hinterbeine“ bis zum Morgen schlafen, aber jetzt lässt einen das kleinste Rascheln vor dem Fenster oder das Licht von Scheinwerfern die Augen öffnen. Dabei handelt es sich nicht nur um eine unglückliche Veränderung, sondern um einen komplexen Prozess, der mit der inneren biologischen Uhr und der Physiologie zusammenhängt.
Biologische Ursachen der Veränderung
Die Hauptursache dafür, dass der Schlaf immer oberflächlichist ein natürlicher Rückgang der Produktion Melatonin. Dieses Hormon ist für die Regulierung der Zyklen von Wachsein und Ruhe verantwortlich. Mit zunehmendem Alter nimmt seine Konzentration ab, so dass die Phase Tiefschlaf schrumpft. In dieser Phase repariert der Körper das Gewebe, stärkt das Immunsystem und „reinigt“ das Gehirn von den während des Tages angesammelten Giftstoffen.
Darüber hinaus gibt es auch Veränderungen im Körper selbst zirkadiane Rhythmen. Die körpereigene Uhr beginnt sich zu beschleunigen: Ältere Menschen werden abends oft früher schläfrig und wachen infolgedessen in der Morgendämmerung auf. Dieses Phänomen wird als Schlafphasenverschiebung bezeichnet.
Auswirkungen von Lebensstil und Gesundheit
Es gibt eine Reihe von Faktoren, die indirekt die Qualität der Nachtruhe im Erwachsenenalter beeinflussen:
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Hormonelle Umstrukturierung. Bei Frauen fällt dieser Zeitraum mit der Menopause zusammen, in der Hitzewallungen und Veränderungen des Östrogenspiegels den Schlafrhythmus unmittelbar stören.
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Geringere körperliche Aktivität. Mangelnde Bewegung während des Tages führt dazu, dass der Körper keine Zeit hat, genügend Müdigkeit aufzubauen, um in einen tiefen Schlaf zu fallen.
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Somatische Faktoren. Häufiges Aufwachen kann durch das Bedürfnis, auf die Toilette zu gehen, oder durch Gelenkbeschwerden bedingt sein.
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Lichtregime. Die Lichtempfindlichkeit nimmt zu, und der Verzicht auf dicke Vorhänge oder die Verwendung von Geräten vor dem Schlafengehen unterdrückt das verbleibende Melatonin.
Wie man das Nervensystem unterstützt
Damit der Schlaf dichter und ununterbrochener wird, ist es wichtig, auf die Schlafhygiene und die Ernährung zu achten. Es ist sinnvoll, Lebensmittel auf den Speiseplan zu setzen, die reich sind an Magnesium und eine Aminosäure Tryptophanwie Nüsse, Truthahn, Bananen und Kürbiskerne. Diese Bestandteile tragen zur Entspannung des Nervensystems bei.
Regelmäßige Spaziergänge im Freien bei Tageslicht helfen, die innere Uhr zu „kalibrieren“. Das natürliche Sonnenlicht fördert die richtige Synthese von Hormonen, was zu einer besseren Nachtruhe führt.
Nach dem 50. Lebensjahr benötigt der Körper mehr Sorgfalt und Aufmerksamkeit für die Rituale vor dem Schlafengehen, um den ganzen Tag über ein hohes Energieniveau aufrechtzuerhalten. Eine sorgfältige Anpassung der Raumtemperatur und die Einhaltung von Routinen können dazu beitragen, die Zahl der nächtlichen Aufwachphasen zu minimieren. Qualitativ hochwertige Erholung bleibt die Grundlage für Langlebigkeit und kognitive Gesundheit in jedem Alter.

